in einem bootcamp war ich nicht, auch nicht in einer anstalt zur umerziehung.
dafür war es eine geschlossene gesellschaft, sodass ich euch nicht wirklich mit schönen fotos beglücken kann. außerdem war meine billige digicam nicht gewillt, längere zeit mit einer batteriefüllung zu spielen, nein, bei morgendlichen temperaturen frisst sie die dinger leer. an den akkus lag es definitiv nicht. vielleicht hätte ich vorher eine spendenaktion ins leben rufen sollen — “gebt mir euren saft!” — doch dann wäre es sicher an der einen oder anderen fehlenden freigabe gescheitert.
geistig bin ich jetzt sehr erholt, körperlich könnte ich noch mal locker ausspannen; wetter, kurze schlafphasen mit dafür längeren wachzeiten für workshops, unternehmungen, gesprächen, sonnentanken, baden, rumalbern, tratschen … kurz: es war toll!
ich habe alte bekannte getroffen, auch neue gesichter kennen gelernt. und eine brandneue, selbstgeschneiderte umhängetasche im XXL-format. endlich kann ich fast meinen ganzen hausstand auf einmal mit mir herumtragen.
ich weiß nun, wie ich älter werde[1] und meine kommunikationsfähigkeiten wurden auch wieder aufgefrischt. die angebotspalette war zwar noch reichhaltiger, aber alles konnte man(n) nicht schaffen und einiges wollte bzw. brauchte ich auch nicht mehr besuchen.
erwähnte ich eigentlich schon, dass ich erst das zweite mal in meinem leben mit einem passagierflugzeug geflogen bin? mein fazit dazu: wir haben effektiv ein bis zwei stunden gespart. zwei stunden sinnfreies warten mit extra zeit durch verspätetem boarding, fast naggisch machen, weil gürtel ja metallisch sind und die flughafenfutzies sich da so pingelig haben (bei inlandsflügen kann mensch es ja auch übertreiben). im flugzeug verdursteten wir, weil das getränkeangebot sich an grunewälder bewohner, nicht aber an lichtenberger turmbaugnome wie mich richtet, und wir ja nur speziell verpackte 100 ml flüssigkeiten mitnehmen dürften. der rückflug war eine qual für meinen gehörapparat, weil der kapitän wohl vorher mal kunst- und stuntflieger gewesen sein muss. die tegeler gepäckausgabe ließ sich dafür mehr zeit als der flugzeugführer, obwohl wir schon mit dem bustransport eine rundfahrt übers gelände gemacht haben. dass wir mit stuttgart nicht den optimalen zielflughafen gewählt haben, sagten uns andere teilnehmer auch erst im verlauf der woche und sei hiermit auch nur am rande erwähnt.
schlussendlich bleibt mir nur zu sagen: wir hätten auch ausschließlich mit der bahn fahren können, die handvoll euro mehr wären auch zu verschmerzen gewesen. nur die lunge meiner besseren hälfte wäre in die knie gegangen, da sie sicherlich keine sechs stunden am stück ohne teerung ausgekäme. eigentlich ein guter zeitpunkt, um mit dem rauchen aufzuhören. theoretisch.
ich erwähnte oben schon das wetter. ja dank diesem habe ich natürlich und völlig selbstverständlich mir eine erkältung zugezogen, die jetzt — logischer weise nach beendigung des camps — abklingt. schon in der schule hieß es ja: ein guter schüler wird in den ferien krank.
und ein guter mitarbeiter auch. denn: meine bewerbung ist nun erfolgreich verlaufen, ich darf ab august mich der regelmäßigen arbeit hingeben. da bin ich natürlich wieder völlig gesund. ist doch auch gut.
und endlich für die neugierigen der link, wo ich war und was es war: schwulessommercamp.de
einige kleine berichte werden noch im laufe der tage folgen.
jetzt erstmal: berlin, ich bin wieder da!!!
Tags: arbeit, bewerbung, bodensee, camp, erholung, urlaub
- unter schwulen ja ein heikles thema. [↩]


motor+fahrwerk: wordpress, karosserie: m-project
.schon 5 mal wat dazu jesacht:
na dann welcome back… und wegen der bewerbung: sind wir dann doch kolleg_innen? würde mich freuen *g*
danke!
wie ich dir schon per mail schrieb, sind wir’s wohl.
und wie ich bei twitter gelesen hab, machst du auch erst mal urlaub?
[...] ich bin wieder in berlin! fabriziert am: 2008-07-25 14:29 tags: bodensee, heimkehr, reise, urlaub [∞] [...]
wilomen zuhrük
(auch Pisaschüler freuen sich…)
mal den r|ob einmal umärmelzen…
danke!