werbung: banner, layer, kontextsensitive ads — alles schön und gut, aber meist erst ab einem gewissen besucheraufkommen sinnvoll. denn TKP, CPC und PI sind hier kenngrößen, die das umsatzpotenzial bestimmen, mit 6- bis 7-stelligen seitenaufrufen kann hier geld gemacht werden. aber es geht auch anders.
alternative werbeformate war wohl die schlüsselphrase im letzten post, die einige interessierte.
besonders will ich dabei den umstand hervorheben, dass es hauptsächlich um einnahmequellen geht, die für seitenbetreiber mit einem eher geringen besucheraufkommen lukrativ sein können.
wie im vorherigen beitrag angedeutet, setze ich die schwellengrenze hierbei bei einem bereich ab 500.000 bis 1 million seitenaufrufe (PI) im monat. robert hatte hierzu mal einen einblick gegeben und mit seinen berechnungen will ich mal mitgehen, da es sehr plausibel klingt.
wer nun seinen beitrag gelesen hat, wird da zwei firmen entdecken, die den deutschen markt betreffen, zudem hat er auch noch einen amerikanischen dienst benutzt, der aber aufgrund des dollarkurses und auch des advertiserumfelds für deutsche seitenbetreiber weniger interessant sein dürfte. daher bleiben auch nur zwei textlink-vermarkter übrig, die auch perun einmal vorgestellt hat.
und da war also das magische wort: textlink-werbung.
zur aufklärung: warum überhaupt diese werbeform?
zuerst einmal, alle diese anbieter berechnen die buchungen pauschal, ein link wird immer für mindestens einen monat gebucht und verlängert sich meistens um weitere monate.
diese einnahmen sind meist auf lange sicht stabil, da linkkauf für werbetreibende einen langzeiteffekt bringen. es macht vielleicht so langsam klick … die popularität der domain/seite des werbetreibenden in den suchmaschinen soll gesteigert werden. gerade die masse an eingehenden links für die werbeseite ist attraktiv.
und deswegen auch meine meinung hierfür, dass diese formen gerade für kleinere webseiten so gut funktionieren. zwar meist auch nur kleines geld, aber überhaupt welches. und dies auf lange zeit stabil, mit aussicht auf umsatzsteigerung.
die werbetreibenden würden zwar am liebsten nur seiten mit pagerank 5 und mehr buchen wollen, aber die haben wir in deutschland nicht wie sand am meer. mindestens sollte man einen von 2, besser noch 3 haben.
wie ihr seht, ist google leider immer noch ein kriterium. aber da können die vermarkter meist selbst nicht viel anders agieren, da eben auch die advertiser fast hauptsächlich darauf achten. aber es gibt auch agenturen, die sich die popularität halt durch masse erkaufen. so können wir kleenen mit niedrigem aufmerksamkeitsumfeld immer noch verdienen.
am anfang sollte ohnehin das etappenziel “+/- null” stehen, also die paketkosten für den webspace ausgleichen. dann macht schon mal das bloggen oder seitenbasteln schon etwas mehr spaß, weil mensch weiß, dass dieses hobby keine zusätzlichen kosten von einem verlangt.
die nächste etappe kann dann sein, das eigene umsatzpotenzial zu steigern. vielleicht hat jemand ein interessantes projekt, was ebenso mehr popularität benötigt.
an dieser stelle kann der seitenbetreiber unter umständen selbst zum advertiser werden. aber wie mensch die eigene popularität steigern kann, verrate ich natürlich nicht. denn einige geheimnisse muss auch ich für mich behalten.
suchmaschinenoptimierung ist immerhin ein feld, wo so mancher zig tausende euro ausgibt. eben auch da, wo ich arbeite.
hinweis: textlinkkauf/-verkauf ist ein grauzonenbereich! warum? weil z. B. die mutter der suchmaschinen das nicht duldet, und bei anschiss auch “abstraft” … furchtbares wort, auch ziemlich ausgelutscht. und für einige auch nicht mehr relevant; robert b. zB ist es mittlerweile egal, weil sein verdienst und auch seine allgemeine reichweite in einem bereich ist, wo er auch seine werbekunden direkt akquirieren kann.
grauzone heißt auch, dass manchmal werbung so eingebunden wird, dass es auf den ersten blick nicht mehr wie werbung aussieht. das stinkt dann google besonders. den werbetreibenden freut’s — wie ihr euch als publisher verhalten sollt und wollt, bleibt euch und eurem ethischen ansinnen überlassen, wie weit euer gewissen welche methoden zulässt. wer pfiffig ist, kann auch mit einer kleinen nischenseite ordentlich umsatz generieren, dagegen kann der moralapostel mit gewisser reichweite in solchen bereichen fast nix verdienen. da bleibt dann wieder nur adsense oder adtube übrig. doch da sind wir wieder am anfang des beitrags … die besucherzahlen müssen stimmen.
ich will mal eine theoretische rechnung machen:
wir nehmen eine fiktive seite mit PR von 3, tägliche seitenabrufe bei ca. 100 bis 200, im monat also 3.000 bis 6.000 PIs (page impressions = seitenaufrufe).
bei textlink-marktplätzen kann hier in im allgemeinen durchschnitt 10 bis 15 euro je link und monat verdient werden. ziehen wir die provision ab, bleiben netto sagen wir einmal 6 bis 12 euro, nehmen wir zur rechnung die hausmarke 8 euro. optimum ist zB bei meinem anbieter 4, wenn wir großzügig sind, also 5 links auf einer seite. 5 x 8 euro = 40 tacken netto im monat!
nun wollen wir mal diese aufrufsbasierten dinger[1] in den vergleich einrechnen. einen durchschnittlichen klickpreis habe ich auf die schnelle nicht gefunden, aber bei zwei verschiedenen anbietern ohne thematische eingrenzung lande ich bei sagenhaften 0,05 bis 0,10 euro je klick. bei guter rechnung bleiben wir bei 10 cent. also geht es weiter: 40,00 : 0,10 = 400 klicks. das klingt ja an sich nicht schwierig. bei der unterschwelle sind es dann schon 800, bei meiner realistischen einschätzung würde ich auf mehr als 1.000 klicks tippen.
oben erwähnte ich eine summe von 6.000 seitenabrufe im monat! d.h. 1.000 : 6.000 = 1/6 = knapp 17 % der aufrufe müssen zu einem klick auf eine anzeige führen!!! das ist schwachsinn …
wenn wir davon ausgehen, dass ein seitenaufruf identisch mit einem besucher ist (und das ist sehr unrealistisch!), dann klickt also jeder 6. besucher auf eine anzeige. diese rechnung geht aber deswegen nicht auf, weil die werbewirtschaft schon sehr gut erkannt hat, dass die klickrate bei weitem nicht in diesen bereichen liegt. auch bei bannerwerbung ist ja nicht umsonst ein tausenderkontaktpreis die berechnungsgröße. und tausend kontakte sind dort auch im privatbereich auch nicht einmal viel wert. bei obigem textlink-umsatz hieße das für den TKP = 40,00 euro : 6[2] = 6,67 euro eCPM (preis für 1.000 einblendungen des banners). hier wurden aber auch andere wertbereiche ermittelt, eurozahlen können sich eher renommierte seiten, wie die von verlagen und co. erlauben. nehmen wir mal die obigen 10 cent auch für einblendungen, dann verdient mensch hierbei 0,10 x (6.000/1.000) = 0,60 euro! also 60 cent ist nicht wirklich viel, oder?
zusammendfassend will ich hier festhalten, dass textlinkwerbung wohl solange das non-plus-ultra ist, wie die besucherzahlen und damit auch die seitenabrufe nicht in den dimensionen liegen, die bekannte seiten wie reichweitenstarke blogs, magazin-, news- und informationsportale (meist kommerzieller natur) erreichen.
selbst wenn wir bei obiger rechnung einfach annehmen, dass wir nur einen link für gerade einmal 5 bis 10 euro netto verkauft haben, dann ist das wohl immer noch gut 833 % mehr als durch nervige bannereinblendungen oder quasi erzwungene klicks.
noch etwas, was für die textlink-vermarktung spricht. adsense/adtube, bannerwerbung und co. laufen zu nahezu 100 % per javascript-einbindung. weil aber immer mehr leutz werbung in dieser art nicht wollen, nutzen sie ja erweiterungen wie adblock oder noscript, allgemein also werbeblocker, die ja dadurch filtern, dass skripte nicht ausgeführt werden. dies hat zur folge, dass zB die einblendungszahl noch weiter sinkt. bei nur 100.000 PIs fehlen also mal eben 10 tausend, also 10x der TKP oder eine um 10 % geringere wahrscheinlichkeit eines klicks. textlinks dagegen werden entweder manuell eingebaut oder per php-skript direkt im quellcode eingebunden, wodurch diese eben nicht mehr zu filtern sind. störend sind sie dadurch weniger, weil ein textlink oftmals gar nicht so sehr ins auge fällt wie zB ein nerviges blinkendes banner.
wer mir jetzt noch eine andere werbeeinnahmequelle neben textlinks aber auch außerhalb von TKP- und CPC-basierten formen, wird zwar von mir keinen scheck erhalten, aber dann doch namentlich benannt, wenn ich einen testbericht dazu machen sollte. achja, die layerad-scheiße kann sich auch jeder klemmen, die will ich beim besten willen nicht testen!
für empfehlungen zu den textlink-diensten, siehe die weiter oben verlinkten beiträge. meine ist dieser[3] hier, weil ich da auch mein praktikum mache.
achja, kleiner tipp am rande: wer über meinen arbeitgeber in kontakt mit mir treten will, sollte einmal den preiskalkulator anwerfen. mit glück erhält der-/diejenige auch eine antwort von mir. meinen gutbürgerlichen namen könnt ihr ja immerhin im impressum erfahren und mit der antwortmail vergleichen. ;o)
jetzt müsste hier irgendso eine befangenheitsklausel stehen, die ich mir aber deswegen sparen kann, weil ich erstens keinen anbieter namentlich genannt sowie position dazu bezogen und zweitens auch keinen direkt verlinkt habe. die ausgehenden links laufen über twiturl!


motor+fahrwerk: wordpress, karosserie: m-project
.schon 2 mal wat dazu jesacht:
Besten Dank, ist wirklich sehr informativ und vermittelt eine gute Übersicht, um sich ein genaueres Bild zu machen.
Viele Grüße,
self
auch von mir besten dank! ich werd es aber wohl noch ein zweites und drittes mal lesen müssen
die informationsdichte ist doch recht hoch -hoffentlich für mich, aber nach dem dritten studium zu bewältigen 
jedenfalls ein sehr gut gelungener einstieg für interessierte. thx.